Tierhilfe Spanien e.V.
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Rüden Hündinnen Notfälle Tiere in Deutschland Katzen Patentiere




Wie schön, daß sich für eines unserer Tiere interessieren.

Bitte lesen Sie sich folgende Abschnitte GRÜNDLICH durch, damit Sie, wenn das Tier bei Ihnen ist, keine Überraschungen erleben.

Bitte beachten Sie auch unseren Fragenkatalog zum Selbsttest. Dort können Sie sich nochmal für sich überlegen, ob Sie wirklich vor die Anschaffung eines Tieres an alle Konsequenzen gedacht haben!

Folgende Fragen werden Ihnen hier beantwortet:


Inhalt:






  • Wie kommt das Tier zu mir?

    Hier gibt es mehrere Möglichkeiten:

      1. Wir organisieren in regelmäßen Abständen Transport, bei denen wir möglichst viele Hunde und Katzen nach Deutschland holen. Sie finden in der Regel einmal im Monat statt.
      2. Es besteht die Möglichkeit, jemandem, der mit dem Auto unterwegs von Berga nach Deutschland ist, das Tier mitzugeben.
      3. Unkomplizierter ist es natürlich, wenn das Tier bereits in Deutschland ist :-))
      4. Wir versuchen durch Flugpatenschaften das Tier nach Deutschland zu bringen.
      5. Natürlich können Sie jederzeit Ihr Tier selbst im Tierheim abholen.



  • Ist mein Tier gesund, wenn es hier ankommt?

    Ihr Tier hat, wenn es Spanien verläßt, alle nötigen Impfungen, ist entwurmt, gechipt und auf die MittelmeerkrankheitenLeishmaniose, Filiarien, Borreliose, Babesien und Erlichiose getestet. Sollte ein Tier eine gesundheitliche Beeinträchtigung habe, werden Sie vorher informiert und können Ihre Entscheidung natürlich wieder rückgängig machen.

    Wir stecken alle nicht in einem Tier drin. Natürlich kann es einmal sein, daß ein Tier krank wird. Wenn man an den Stress denkt, den die Hunde und Katzen auf dem Transport nach Deutschland durch macht, kann man eigentlich immer davon ausgehen, daß die Tiere am Anfang unter Durchfall leiden. Das kann sich auch eine ganze Weile hinziehen. Daher bitte am Anfang kein allzu hochwertiges Futter zu geben, da die Tier das aus dem Tierheim nicht gewohnt sind. Die Futterumstellung alleine kann schon Darmbeschwerden hervorrufen. Bei hartnäckigen Fällen kann am Anfang schon mal eine Reis/Hühnerfleisch Diät von Nöten sein.
    Eine nicht erkannte Krankheit kann, auch beim Hund vom Züchter, natürlich nie ausgeschlossen werden. Auch unsere spanischen Tierärzte sind nur Menschen - können also auch eine Erkrankung übersehen, trotz gründlicher Untersuchung.

    Da wir in den letzten fünf Jahren bereits zwei Fälle von in Spanien nicht erkannten Herzerkrankungen und auch einige Fälle von Hüftdysplasien hatten, möchten wir Sie eindringlich darauf aufmerksam machen: Bei den vielen Tieren können selbst solche, für unsere Deutschen Tierärzte eindeutige Fälle von Krankheiten, von den Spanischen Tierärzten übersehen werden. Es kommt selten vor, kann aber passieren. Nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf, wenn dies bei Ihrem von uns vermittelten Schützling der Fall ist. Wir können dann das weitere Vorgehen besprechen.


  • Stimmt das Alter des Tieres, welches auf der Homepage angegeben ist?

    Das Alter, welches auf der Homepage angegeben ist, wird vom Tierarzt geschätzt. Dies erfolgt nach Beurteilung der Zähne, Augen und dem sonstigen Gesundheitszustand. Auch hier gab es bereits Differenzen zu den Beurteilungen Deutscher Tierärzte. So kann es passieren, dass das Tier älter, manchmal auch jünger geschätzt wird.
    Einige unserer Tiere werden von den Besitzern direkt im Tierheim abgegeben. Hier können wir dann auch genaue Angaben über das Alter machen.


  • Ist das Tier kastriert?

    Die Zielsetzung von uns ist, die Anzahl der Tiere in Not zu verringern. Daher ist es ein Gebot des Tierschutzes, daß alle Tiere kastriert werden. Je nach finanziellen Möglichkeiten, versuchen wir dies möglichst schon im Tierheim zu erledigen, was auch meistens gelingt. Anderenfalls sind Sie per Schutzvertrag verpflichtet, das Tier hier in Deutschland auf eigene Kosten kastrieren zu lassen.


  • Was bedeutet der Schutzvertrag?

    Der Schutzvertrag regelt wie alle Tierheimverträge, die wesentlichen Punkte zur artgerechten Tierhaltung. Er besagt, daß man das jeweilige Tier als Besitzer/-in für die Lebensdauer des Tieres aufnimmt, daß jedoch das Tierheim weiterhin als Eigentümer des Tieres fungiert.
    Damit wird ausgeschlossen, daß mit den Tieren ein Handel betrieben werden kann und diese an Dritte verkauft werden. Der Schutzvertrag wird bei der Übergabe unterzeichnet.

  • Warum wird eine Schutzgebühr erhoben? Wie hoch ist sie? Wo geht das Geld hin?

    Mit dieser Schutzgebühr wird seitens des Tierheims sichergestellt, daß die finanziellen Voraussetzungen der Tierhaltung gegeben sind und eine profitable Weitergabe des Tieres ausgeschlossen ist. Der Betrag wird bei der Übergabe des Tieres fällig. Der Überbringer des Tieres leiten den Betrag weiter und bestätigt den Geldeingang.
    Das Geld wird von uns an das jeweilige Tierheim weitergeleitet.
    Die Schutzgebühr kann bei Interesse an einem Tier erfragt werden.


  • Was ist, wenn das Tier ganz anders ist, als vom Tierheim beschrieben?

    Sie müssen sich immer bewußt sein, daß es sich bei der Vermittlung um ein "blind date" handelt, was die Angelegenheit ja auch angenehm spannend macht. Das Tierheim teilt uns nach bestem Wissen und Gewissen die Charaktereigenschaften des Tieres mit, worauf wir uns im Großen und Ganzen auch verlassen können. Jedoch können nicht alle Eventualitäten abgeklärt werden. Es kann sein, daß Ihr Tier als ausgeglichen und lustig beschrieben wird, hier angekommen stellen Sie fest, daß Ihr Hund/Ihre Katze ausgesprochen ängstlich reagiert. Immerhin wurde es aus seiner gewohnten Umgebung gerissen.

    Nun liegt es an Ihnen, daß Ihr neues Familienmitglied Vertrauen entwickelt, was natürlich dauern kann. Auch optisch wird das Tier nicht unbedingt aussehen, wie gerade auf dem Foto (Haarkleid, Gesäuge...)


  • Ist der Hund stubenrein?

    Im Normalfall: NEIN.
    Ihr Hund kommt von der Straße, wo er hinmachen konnte wo er wollte. Im Tierheim ist er durch die Zwingerhaltung gezwungen, sein eigenes Zuhause zu beschmutzen, weil niemand da ist, der mit ihm spazieren geht. Im Normalfall ist es kein Problem einen Hund stubenrein zu bekommen. Natürlich gibt es wie überall Ausnahmen. Auch hierüber müssen Sie sich bewußt sein.


  • Wohnungsinventar

    Wenn Sie Angst um Ihre teure Wohnungseinrichtung haben, sollten Sie sich kein Haustier anschaffen, egal ob vom Züchter oder von uns. Natürlich gehen wir nicht davon aus, daß sich das Tier an Ihren Einrichtungsgegenständen vergreift, sofern es genug Bewegung bzw. Beschäftigung hat und behutsam an das "Alleinesein" herangeführt wird.
    Auch hier gibt es natürlich Hunde, die aus der Reihe tanzen.


  • Wir haben schon einen Hund und wollen einen Zweiten/Dritten...

    Egal wie verträglich Ihr Hund ist, probieren Sie unbedingt vorher aus, ob Ihr Hund auch wirklich andere Artgenossen in seiner unmittelbaren Umgebung duldet. Das heißt: laden Sie andere Hunde VORHER zu sich nach Hause ein.


  • Ist der Hund katzenverträglich?

    Diese Frage ist natürlich besonders für Katzenbesitzer ausgesprochen wichtig. Auf Wunsch wird der Hund in Berga auf Katzenverträglichkeit getestet. Das heißt, man führt den angeleinten Hund in das Katzenhaus. Wenn er nicht aggressiv reagiert und versucht, die Katzen sofort zu jagen, gilt er als katzenverträglich...
    Was nicht bedeutet, daß Ihr neuer Hund es nicht toll findet, wenn er Ihre Katze in der Wohnung herumscheuchen kann. Hier ist meist viel Geduld und Fingerspitzengefühl von Nöten.

    Wichtig ist auch hier: Bevor der neue Hausgenosse kommt, probieren Sie aus, wie Ihre Katze auf Hunde reagiert.


  • Wie reagiert das Tier auf Kinder? Welche Probleme sind zu erwarten?

    Wie bei jedem Tier, dessen Vorgeschichte nicht bekannt ist, kann niemand eine gesicherte Aussage darüber treffen, ob und welche Erfahrungen mit Kindern gemacht wurden.
    Ein wichtiger Punkt, der unbedingt beachtet werden sollte, ist jedoch folgender: Unsere Hunde sind fast alle futterneidisch. Da sie meist in Rudeln im Tierheim gehalten werden, müssen sie teilweise um ihr Fressen kämpfen. Deshalb ist anfangs unbedingt darauf zu achten, dass Kinder nichts am Futternapf des neuen Familienmitgliedes zu suchen haben und nicht heruntergefallene eßbare Sachen, oder auch Hundespielzeug aufheben! Es kann in solchen Fällen zu erheblichen Problemen kommen. Auch sollten Kinder und der neue Hausgenosse anfangs nicht alleine gelassen werden und natürlich sollte den Kindern auch klar gemacht werden, dass ein Hund/eine Katze auch mal ihre Ruhe haben will.
    Unserer Erfahrung nach, gibt es bei einer behutsamen Zusammenführung von Kind und Tier im Normalfall kaum Probleme, wenn die oben aufgeführten Punkte beachtet werden.


  • Was mache ich mit dem Tier, wenn ich es nicht mehr halten kann/will?

    Wenn Probleme mit dem Tier auftreten, die Sie nicht in den Griff bekommen, oder wenn Sie es aus irgendwelchen Gründen nicht mehr halten können, geht es wieder an uns zurück. Der Hund/die Katze darf auf keinen Fall ohne Rücksprache mit uns an dritte Personen weitervermittelt werden, bzw. einem anderen Tierschutzverein/Tierheim übergeben werden. Dieser Punkt ist auch im Schutzvertrag festgehalten.
    Bitte beachten Sie, dass wir kein Tierheim in Deutschland führen, sondern nur mit Pflegestellen arbeiten. Wir müssen also rechtzeitig von Ihnen benachrichtigt werden, um eine passende Pflegestelle zu finden, die das Tier aufnehmen kann. Dies kann auch schon mal ein paar Tage dauern. Bitte haben Sie dafür Verständnis. Wir werden Sie aber auf keinen Fall mit dem Problem alleine lassen und versuchen, so schnell wie nur möglich einen passenden Platz zu finden.




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